Veröffentlichungen

Sascha Lobo an der re:publica 12

Quelle: re:publica

Am ersten re:publica Tag  hatte ich das Vergnügen, den grossen Häuptling des Social Media an der re:publica 12 live in seinem Überraschungsspeach zu erleben. Überraschendes war nicht wirklich zu erfahren, aber, auch das ganz Sascha Lobo, es war ein fesselnder Vortrag, der einem wieder mal erdete. Irgendwie.

Klar hat man als Hardcore Internet User eine eigene Sicht, was das Netz betrifft. Lobo schafft es, genau diese Sicht wieder ins richtige Licht zu rücken. Er hat zwar nicht das ultimative Fachwissen, dafür verfügt er aber über eine überaus gute Nase, was Trends im Internet betrifft (und einen roten Irokesenkamm). So legte er dieses Jahr den Schwerpunkt auf das Thema, wie sich das Web verbessern wird. Um es kurz zu sagen, es wird 2012 nicht viel besser, aber 2013 schon. Lobo untypisch verzichtete er im Einstieg auf den gewohnten Begrüssungsrant (Beschimpfung) und ging auf harten Kuschelkurs mit dem Publikum. Kurz gesagt, wir sind alle toll und haben es im Griff (die rp12 Teilnehmer). Nützt aber nichts, da es alleine in Deutschland 60 Mio. Menschen gibt, die eher Internet abstinent sind. Über die Auswirkungen auf Politik, Gesellschaft und Kultur sollte man sich mal Gedanken machen.

Was sind nun meine persönlichen Learnings aus dem Speach.

  • Egal was wir im Onlinebereich alles innovatives ersinnen. Es sollte auch die User ansprechen, die nur einen schwachen Bezug zum Internet haben. Klar finden Nerds einen RSS Feed praktisch. Ist es ja auch. Allerdings ist RSS in Wirklichkeit nahe dem Aussterben. Es werden viel zu viele Dinge im Netz gehypt, die die grosse Masse der Internet User gar nicht interessiert.
  • Mit politischer Arbeit im Internet kann man zwar Menschen beeinflussen. Es ist allerdings noch immer ein kleiner Teil der Menschheit, den ich im Netz abholen kann.
  • Blogs sind cool. Klar. Wieviele Leute auf der Strasse kann ich allerdings mit einem Blog erreichen? Auch wenn es 10’000 Pageviews pro Tag sind, ist das im Grunde wenig. Kommt natürlich auch auf das Thema an.
  • Ich ertappe mich selber dabei, dass ich denke YouTube tauge nicht zu Informationsvermittlung. Sehr trügerisch. Unser Jugend wächst mit YouTube auf und nutzen es einfach. Die Namen der heimlichen YouTube Stars kennen nur die wenigsten (ich eingeschlossen) und diese Stars sind auch nicht auf einer re:publica zu treffen. Hier entwickelt sich was, wo wir uns in ein paar Jahren (Monaten?) fragen, wieso wir das nicht haben kommen sehen.

Sascha Lobo mag arrogant wirken, in vielen Dingen hat er aber recht und sein Unterhaltungswert ist unschlagbar. Personal Branding hat er voll im Griff und ich wünsche, das mancher Berater und/oder Fachspezialist mehr von diesen Eigenschaften übernehmen würde. Das ist das, dass die Brücken zu Internet Laien bauen kann.

Nachtrag: Hier noch der 1. Teil von Sascha Lobos Rede.

El Torrito – der tiefergelegte Stier

1991 war ich ein paar Wochen in Costa Rica unterwegs. Dabei traf ich an den Hängen des Vulkans Arenal auf diesen Stier. Sah eigentlich ganz normal aus, hatte sogar noch ziemlich prächtige Hörner. Wenn da nicht seine Beine ein wenig zu kurz geraten wären. Aber seht selbst.

Stier mit kurzen Beinen

 

Stier mit kurzen Beinen

Damals wurde ja noch so richtig mit Film in der Kamera gefilmt. Diese Bilder sind also Scans von Papierabzügen. Nix Photoshop und so.

Facebook kann lustig!

C’est la vie – Einen Ausflug in die Vergangenheit

Einen schönen Kurzausflug in die Vergangenheit kann man sich noch bis zum 22. April 2012 gönnen. Das Landesmuseum Zürich zeigt in einer schön aufbereiteten Ausstellung zahlreiche Fotografien aus diversen Pressearchiven der Schweiz aus den letzten 70 Jahre.

Die Fotos haben bei mir divese Dejà Vus ausgelöst und ich bin sicher, dass es sich dabei nicht um einen Fehler in der Matrix handelt. Wenn euch wie mir Schwarz-Weiss Bilder aus der Vergangenheit gefallen und ihr euch ein wenig für die Zeitgeschichte interessiert, ist diese Ausstellung sicher ein Besuch wert.

 

Kaffee strecken mit Zichorien

Genau, den Kaffee kann man mit einem Pulver aus getrockneten Zichorien strecken. Ich kenn das noch von meinen Grossmüttern, die das in Kriegszeiten wohl so gemacht haben und sich nicht mehr umgewöhnen wollten. Aber gibt es in der heutigen Zeit noch einen Grund, dies zu machen? Wenn ich das Gestell des örtlichen Migros anschaue, könnte mich das zur Annahme verleiten, dass da nicht gerade eine kleine Nachfrage danach besteht.

Zichorienkaffee

Ich hätte das Zeug ja gerne mal einem Versuch unterzogen. Filterkaffee ist aber auch so eine Sache für mich. Dazu schreib ich später mal was. Also, ich habs nicht probiert, stell mir das aber ziemlich grauslig vor.

Kann das jemand bestätigen? Gibts vielleicht Liebhaber dieser Wurzel im Kaffee? Will sich jemand outen? Tut das. Wäre sogar für einen Gastbeitrag hier zu haben.

 

Hohe Tiere im Überraschungsei

Giraffe aus dem EiSelten findet sich in diesen Kinderschokoladeüberraschungseiern mal wirklich was schlaues. Die fantasielosen Plastikfigürchen dominieren meist das Geschehen.

In diesen Tagen schlüpfte allerdings eine 22 cm hohe Giraffe dem kleinen, gelben Plastikei. Der schönste Fund bis anhin.

Auch schon mal was überraschendes gefunden?

Da war doch was?

Genau ein Blog. Das es den noch gibt, hatte ich beinahe schon vergessen. Monatelang nichts mehr gemacht hier, was für mich hiess, das ich hier erstmal aufräumen musste.

  • WordPress updaten – checked
  • Plugins updaten – checked
  • Verlinkungen gefixed – checked
  • RSS-Feeds gefixed

Demnächst wird hier optisch noch ein wenig aufgemöbelt und dann kanns wieder losgehen. Ich möchte eigentlich meine ganzen Aktivitäten in den Social Communities wieder ein wenig auf das Bloggen ausdehnen.

Sonntag Morgen 1. Mai bei Startux

Zeit um mal den neuen Milchschäumer von Nespresso zu testen. Macht mich zu meinem eigenen Starbucks, WLAN hab ich ja schon längers.

Kaffemaschine angeschmissen, Espresso rausgedrückt und in Glas umgeleert, gleichzeitig einen Gutsch Milch in den Schäumer gefüllt, Knopf gedrückt, 70 Sek. gewartet, Milch mit Schaum ins Glas geleert und einen Hauch Zimt obendrauf.

Fertig ist das Microglück an einem friedlichem 1. Mai, wie ihn mir @birgitzz auch gewünscht hat. Merkwürdig, dass einem in der heutigen Zeit ein friedvoller 1. Mai gewünscht wird. Ist es wirklich schon so weit, dass dies eher die Ausnahme ist?

Akkulaufzeit bei Android Handys verlängern

Man kennt das Problem, Smartphones sind einfach zu leistungshungrig. Schnell ist der Akku leer und der Onlinealltag hat noch ein paar Stunden übrig. Da ich seit ein paar Tagen weiss, dass das iPhone locker drei Tage durchhält, habe ich hier mal noch ein paar Tipps, wie bei Androidhandys die Akkulaufzeit verlängert werden kann, ohne das grosse Abstriche beim Komfort gemacht werden müssen. iPhone Nutzer können sich also ausblenden, euer Handy hält lange genug.

Als erstes solltet ihr euch im klaren sein, was überhaupt den hohen Verbrauch aus macht. Ein grosser Faktor ist der Display. Je grösser und heller er ist, um so mehr Strom wird gebraucht. Die weiteren Faktoren die beeinflussbar sind, sind GPS, Bluetooth, 3G-Verbindung und wlan. Um diese Kompnenten in den Griff zu bekommen, verwende ich zum Ersten das Widget von

Dazzle

Dieses stellt eine Schalterleiste zu Verfügung, deren Funktionen selber gewählt werden können. Wie auf dem Bild meines Startdesktops zu erkennen ist, beinhaltet die Leiste an/aus-Schalter für (v.l.n.r.) 3G, WLAN, GPS und Autosync. Der 5. Button hat es in sich. Mit diesem wird ein Pop-Up geöffnet mit 3 Knöpfen, mit der sich die Displayhelligkeit steuern lässt. Einer für Minimum-Helligkeit, einer für Userdefinierte-Helligkeit und einer für Maximum-Helligkeit. Ich habe die Standardhelligkeit ständig auf 15% eingestellt. In Räumen und bei bewölktem Himmel reicht dies voll und ganz. Sollte mal die Sonne scheinen, ist mit zwei Fingertips auf Maximum gestellt. Die anderen Knöpfe brauche ich, um von Hand die verschiedenen Dienste selektiv zu zuschalten und wieder abzuschalten.

Mit Dazzle habe ich die Stromfresser mal von Hand im Griff. Vor allem mit dem Runterstellen der Displayhelligkeit lässt sich einiges sparen.

Juice Defender

Mit Juice Defender lässt sich so einiges automatisieren. Bei mir ist er so eingestellt, dass er 3G erst einschaltet, wenn der Bildschirm angeknipst wird. Ist das Stamm-WLAN in der Nähe, wird dieses bevorzugt. Für Synchronisationen wird die Datenverbindung ohne Bildschirm regelmässig für ein paar Minuten eingeschaltet. Der Rythmus kann selber definiert werden. Es lässt sich ein Nachmodus definieren, in dessen Zeitraum kein Sync stattfindet.
Gemäss Juice Defender habe ich meine Akkulaufzeit so um Faktor 1,62 verlängert. Gefühlt könnte dies in etwa hin kommen.

Ein weiterer Faktor ist das Hintergrundbild. Ein animiertes braucht Saft für die Animation. Ein heller Hintergrund leuchtet mehr und braucht somit auch mehr Strom. Eine weitere Hilfe, mit der noch einiges automatisiert werden könnte, ist Tasker Pro. Mit diesem mächtigen Tool lässt sich eigentlich für alles ein Skript erstellen. Ich brauch die App, um z. B. das GPS automatisch einzuschalten, wenn ich Google Maps öffne. Wenn ich Maps wieder schliesse, wird natürlich das GPS auch wieder beendet.

Übrigens, von heute Morgen um 08:30 bis zum Zeitpunkt des Screenshots um 18:00 habe ich 17% des Akkus gebraucht. Und ich war doch ein paar Mal online. Schätze der Bildschirm war ca. 1 Stunde an.

Was haltet ihr davon? Auch schon mit diesen Einstellungen rumgespielt? Strom gespart? Noch andere Tipps?

HTC Desire oder Desire HD?

Seit Ende August hatte ich ein HTC Desire im Einsatz. Dieses wurde nun im Zuge eines Providerwechsels durch ein HTC Desire HD ersetzt. Verschiedentlich wurde ich darauf angesprochen, ob den die zwei Geräte wirklich so einen grossen Unterschied machen und ob sich der Wechsel gelohnt hat. Nachfolgend mal ein kleines Resumé.

Als erstes mal die Antwort für die vielen, die schon wissen wollten, wieso ich den kein iPhone habe oder nun nicht auf ein iPhone wechsle. Der Grund liegt einfach und ernüchternd darin, dass ich zu Hause nur noch mit Linux arbeite (dazu folgt später noch ein Blogbeitrag) und mir schon früher, in den Windowszeiten, das iTunes gründlich auf die Nerven gegangen ist. Zu lange Ladezeit, ständige Updates, Müllfunktionen die ich nicht brauche etc. Nun gut, kein iTunes, kein iPhone. Da es für mich sowieso nicht in Frage kam, habe ich mich also auch nie sehr innig damit befasst und kenne es so gut wie nicht. Also kommt mir nach diesem Artikel nicht mit „Aber das iPhone kann Flash ähh –  bessere Bilder machen“ oder „Das iPhone hat die bessere Usebillity“. Leute, das mag sein, ist auch schön für euch, aber aus oben beschriebenen Gründen interessiert es mich nicht wirklich.

Desire (Classic)

Das erste Desire hat mich fürs erste ganz schön gepackt. Mein Vorgänger Phone (SE P1i) konnte zwar schon einiges, aber alles war, dank Symbian als OS, schrecklich umständlich. Endlich konnte ich flüssig twittern, Bilder in die verschiedenen Social Networks sharen, Kalender, Kontakte direkt zu Google syncen etc. Das Leben im Netz war um vieles einfacher geworden. Natürlich wurden viele verschiedene Android Apps ausprobiert. Dabei bemerkte ich ziemlich schnell den einzigen, für mich negativen Punkt dieses Telefons. Der interne Speicher, in dem unter Android bis 2.1 noch alle Programme liegen, war für meine Bedürfnisse zu klein bemessen. Klar können ab Android 2.2 (Froyo) die Apps teilweise auf die SD Card ausgelagert werden. Aber z. B. Google Maps kann nicht verschoben werden und frisst mit 10 MB schon einen rechten Happen an Speicher, wenn nur 140 MB vorhanden sind.

Ansonsten war ich wirklich begeistert und ich hätte wohl auch mit dem kleineren Speicher weiter existiert.

Desire HD

Seit zwei Wochen nun, ist das HD im Einsatz. Hier mal meine ersten Eindrücke über die Unterschiede.

Fakten

  • Das neue Desire hat nun eine 8 Megapixel Kamera mit zwei LCDs als Blitz. Die Linse steht vor, was mich aber nicht stört. Da der Rücken abgerundet ist, sorgt sie dafür, das das Handy nicht auf dem Tisch rumwippt.
  • Der grössere Bildschirm bedingt natürlich auch, dass das Gerät grösser ist. Die Dicke wurde in etwa beibehalten. Da ich ziemlich grosse Hände habe, kommt mir dies eher entgegen. In die Hosentasche bringt man es nach immer. Freunde von Etuis und Täschchen werden noch Mühe haben, was passendes zu finden.
  • Neues HTC Sense. Am augenfälligsten daran ist das FastBoot, das das Aufstarten des Handys rund 4x schneller macht. Nach gut 30 Sekunden kann gearbeitet werden.
  • Endlich genug Platz im internen Telefonspeicher für massig Apps. Nach dem einrichten der gleichen Apps wie auf dem alten Phone, hatte ich noch ca. 1 GB Speicher frei. Beim alten Desire waren es noch rund 30 MB und das auch nur, weil ich möglichst alle Apps auf die SD Karte ausgelagert hatte.
  • HTC Hub. Ein Dienst von HTC, der es ermöglicht, das Handy über das Internet zu orten, zu sperren oder zu löschen. Nützlich wenn es mal verloren geht. Ausserdem können Anrufe auf das vergessene Handy umgeleitet werden und SMS verschickt und empfangen werden. Braucht einfach eine Internetverbindung und einen Browser. Dieser Dienst ist anders als bei Apples MobileMe nicht kostenpflichtig.

Persönliches Empfinden

  • An den grossen Bildschirm gewöhnt man sich ca. in 10 Sek. Einmal draufgeschaut und der Display des alten Desire kommt einem schon klein vor.
  • Das Tippen auf der virtuellen Tastatur geht für mich viel einfacher. Ich vertippe mich viel weniger. Ich habe auch das Gefühl, dass der Display viel sensibler reagiert als beim Vorgängermodell.
  • Mir scheint die ganzen Anwendungen laufen viel flüssiger und „schneller“. Da beide Phones den gleichen Prozessor haben, schätze ich mal, dass dies mit dem grösseren RAM zu tun hat.
  • Mit der passenden App lässt sich das Desire HD auch von Android 2.2 per Oneclick rooten und „entrooten“. Beim alten Phone wäre zuerst ein Downgrade auf Android 2.1 nötig gewesen.
  • Die Photofunktion bringt neue Features mit (Selbstportrait mit Gesichtserkennung etc.). Das alte Desire tendierte dazu, Blitzaufnahmen nur mit überbelichtung zu machen. Musste dort noch von Hand korrigieren. Hier beim HD ist nun alles palletti.

Ich war schon vom alten Desire begeistert. Beim neuen Desire HD wurden die kleinen Mängel, die mich beim alten störten ausgebügelt. In den zwei Betriebswochen habe ich jetzt nichts gefunden, das in meinen Augen nicht reibungslos funktioniert. Kann also das Desire HD uneingeschränkt empfehlen.